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Kleiner Fuchs
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Metamorphose |
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Verwandlungen
gesehen und fotografiert von Silence |
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Ganz in der Nähe meiner Wohnung gibt es ein großes Brennesselfeld.
Jedesmal, wenn ich hier her komme, entdecke ich etwas Besonderes, und hier ging auch mein Wunsch in Erfüllung. ------ Es begann an einem wunderschöner Tag Ende Mai, ideal für Schmetterlinge. Wie so oft führte mich mein Weg an den Brennesseln vorbei. |
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Zuerst entdeckte ich diesen unscheinbaren Falter
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dann den hier
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und jetzt erkannte ich ihn auch: das ist der "Kleine
Fuchs"
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Sofort machte ich mich auf die Suche
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und fand die Raupen des kleinen Fuchses,
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kleine
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grosse
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und sehr seltsam aussehende.
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Ich habe etwa 50 Raupen gezählt und alle waren
sehr beschäftigt - mit herumklettern, sich sonnen - und mit fressen.
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Eine Woche darauf hat sich das Bild vollkommen geändert,
es herrscht "Totenstille" |
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Die Raupen haben sich aufgehängt, schaukeln leise
im Wind
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und erstarren.
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Es geht schnell, innerhalb einer Stunde nach der letzten
Häutung
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sind die Raupen umgewandelt in Puppen.
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Ein gespenstisches, fast unwirkliches Bild.
Mein "Fuchsfeld" hat sich in "the field of the hanging men" verwandelt. Bewegungslos hängen sie da, nur wenn man sie anpustet oder anfasst, fangen sie an zu zappeln - ein hilfloser Versuch, sich zu wehren. |
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Ich wünsche Ihnen viel Glück und gehe sehr nachdenklich und ein bißchen deprimiert nach Hause. ----- Und voll Hoffnung komme ich nach 10 Tagen wieder, um nachzusehen, was aus den Puppen geworden ist. |
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Zuerst denke ich, naja, wieder mal etwas zu spät
gekommen,
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aber dann finde ich diese Puppe.
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Ihr Aufhängefaden hat nicht gehalten und sie ist heruntergefallen.
Ich weiss nicht, ob sie den Sturz heil überstanden hat, aber - Prinzip Hoffnung - ich bette sie vorsichtig auf ein Brennesselblatt und lege sie in die Sonne. |
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Die Puppe ist unruhig, dreht sich hin und her, und sie
verändert sehr schnell ihre Farbe.
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Ich überlege gerade, ob ihr vielleicht zu heiß
ist,
da bricht ihre Haut auf. |
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Sie dreht sich, und ein langer Riß spaltet die
Hülle.
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Der kleine Falter kämpft um seine Freiheit,
er muss den Panzer sprengen. |
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Eine letzte Kraftanstrengung,
noch ein Teil der engen Hülle bricht ab, er ist fast frei. |
Und nun schlüpft er einfach aus dem Rest der alten
Haut
und rennt los, |
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rauf auf die erstbeste Brennessel
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um einen sicheren Platz zu suchen.
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Hier scheint es ihm zu gefallen,
in dieser Haltung können sich seine Flügel entfalten und aushärten, und er fühlt sich sicher. |
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In meiner Freude, dies miterleben zu dürfen, bewege
ich mich wohl etwas unvorsichtig, und ich komme ihm zu nah.
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Er erschrickt, versucht sich zu verstecken
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und dann versucht er, wegzufliegen.
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Das ist viel zu früh, seine Flügel sind noch
ganz weich, er kann noch nicht fliegen.
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Er taumelt, fällt, ein kurzer, torkeliger Flug
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und er landet auf dem Boden,
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und er wird dabei scharf beobachtet.
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"Pech, meine Liebe, ich bin größer
als Du, und deshalb steht "Falter" heute nicht auf dem Speisezettel."
(Soll sie doch Regenwürmer fressen Vorsichtig halte ich dem Kleinen Fuchs meine Hand hin, und er nimmt
das Angebot an, klettert auf meinen Finger |
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Bereitwillig wechselt er dort den Platz
und klammert sich wieder an "seinem" Blatt fest, |
aber irgend etwas gefällt ihm jetzt nicht mehr,
und er macht sich auf den Weg, um etwas besseres zu finden. |
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Hier fühlt er sich wieder wohl.
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Da wir immer noch beobachtet werden,
setze ich mich neben ihm ins Gras und meditiere ein bißchen (naja, ich bewache natürlich den Kleinen, aber - ich will ja nicht, dass ihr an meinem Verstand zweifelt. |
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Nach einer halben Stunde wird der Kleine Fuchs munter,
er hat jetzt genügend Kraft in den Flügeln, und er will nun
nur noch eines : fliegen!
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Wieder macht er sich auf den Weg,
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sucht sich einen günstigen Platz,
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breitet die Flügel aus - ein kurzes Zögern
- und er fliegt davon
----- und ich wäre so gerne mitgeflogen. |
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Alle dieseFotos sind von
mir selbst fotographiert.
Ich möchte nicht, daß ihr diese Bilder herunterladet und auf eurer
eigenen Homepage zeigt.